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Leserbrief zum deutschen Ärztetag

Leserbrief von Walter Stadelmann

Seit dem Deutschen Ärztetag wissen wir, wozu die FDP in Deutschland noch gebraucht wird: Um die Existenz der privaten Krankenkassen und der Zwei-Klassen-Medizin zu sichern. Doch ob sich die Ärztevertreter etwas Gutes tun, einer Wiederauferstehung der asozialen Kopfpauschalen das Wort zu reden, ist zu bezweifeln. Unser Gesundheitswesen braucht nicht noch weitere Umverteilungsmechanismen von unten nach oben, sondern weniger Bürokratie und eine faire Bezahlung für die vielfältigen Unterstützer und Teammitglieder der Ärzte, von den Arzthelferinnen über die Pflegekräfte bis zu den Therapeuten und Hebammen. Dazu muss man nicht Verfechter einer Einheitskrankenkasse sein, so wie es von den Gewinnern der
Zwei-Klassen-Medizin als Gefahr dargestellt wird. Eine neue große Einheitsbehörde ohne Dienstleistungsgedanken ist sicher nicht der gute Gegenentwurf zum heutigen System. Nur fehlt mir in der derzeitigen Diskussion eine gute Gesundheitsversorgung der Bevölkerungsmehrheit. Und die wäre ohne Kostenmehrung möglich, wenn nicht auf Seiten von Leistungserbringern und Krankenkassen ein steigender Zeitanteil für die Abrechnung aufgewendet werden müsste. Schließlich lebt offenbar auch eine wachsende Zunft von Unternehmensberatern vom derzeitigen Gesundheitswesen, vermutlich auch Wähler der FDP.


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