Hiroshima-Gedenktag am 6.August

Zum Tag des Gedenkens an den Atombombenabwurf auf Hiroshima am 6. August 1945: Atomausstieg beschleunigen!

ödp wendet sich gegen eine herbeigeredete Renaissance der Atomkraft

Am 6. August 1945 warfen amerikanische Piloten eine Atombombe auf Hiroshima ab, die 155.000 Menschen sofort und weitere Hunderttausende innerhalb weniger Wochen tötete.

 

 

63 Jahre danach wird in Deutschland eine Debatte über die angebliche Notwendigkeit geführt, Atomkraftwerke länger laufen zu lassen als geplant. Von "friedlicher Nutzung" wird gesprochen und auf das Ausland verwiesen, das sich der Atomkraft gegenüber aufgeschlossen zeige und sogar neue Atomkraftwerke bauen wolle. Vordergründig geht es bei der aktuellen Debatte um die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bei der Stromerzeugung.

 

 

"Viel zu wenige Menschen machen sich klar, dass eine Renaissance der Atomkraft zu weltweiter Verbreitung waffenfähigen nuklearen Materials führt, was eine Kontrolle unmöglich macht" sagt ödp Kreisvorsitzender Adrian Heim. "Niemand kann für die ausschließlich friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren. Hiroshima muss uns daher als ständige Mahnung im Gedächtnis bleiben."

 

 

Adrian Heim betont die Wichtigkeit der Vorbildfunktion Deutschlands: "So lange Deutschland zusammen mit den anderen großen Industrienationen erklärt, auf die Atomkraft nicht verzichten zu können, so lange werden auch aufstrebende Staaten versuchen, in den Besitz von Atomtechnologie zu kommen. Wenn Deutschland beweist, dass eine sichere, zukunftsfähige und umweltfreundliche Energieversorgung auch ohne Atomkraftwerke möglich ist, wird das Interesse am extrem teuren Bau und unkalkulierbar riskanten Betrieb von Atomkraftwerken rasant nachlassen. Damit würde die Welt wieder ein Stück sicherer".

 

 

Mechthild Hofner, Direktkandidatin für die Landtagswahl, erinnert an die vollkommen ungelöste Entsorgungsfrage: "Selbst in einem politisch stabilen Staat wie Deutschland ist vollkommen ungeklärt, wie der hochradioaktive Müll aus unseren Atomkraftwerken über Jahrtausende sicher gelagert werden soll. Wie soll das aber erst in politisch instabilen Staaten funktionieren? Eine verheerende Verseuchung weiter Landstriche durch Atommüll halte ich daher für ein wahrscheinliches Szenario."

 

 

Die ödp tritt im Landtagswahlkampf mit dem klaren Ziel an, in Bayern das Atomrisiko so schnell wie möglich zu beenden. "Eine Renaissance der Atomkraft wird es mit der ödp nicht geben", erklärt Mechthild Hofner, "im Gegenteil, der Atomausstieg muss eher noch beschleunigt werden!"

 

 

 

Adrian Heim

 

ödp Dachau


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