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Trotz Verbot werden für Bienen giftige Stoffe weiter eingesetzt

Bienen verlieren die Orientierung und finden nicht mehr in ihren Stock zurück. ÖDP fordert Bienenschutz beim MdL Alfons Brandl (CSU, Mitglied des Landwirtschaftsausschusses) in einem offenen Brief ein.

Wolfgang Abel, CC BY-SA 4.0

Auch Imker schlagen Alarm: Mit Neonicotinoiden behandeltes Zuckerrübensaatgut darf in Franken ausgebracht werden. Eigentlich sind solche Mittel seit 2018 in der ganzen EU verboten, da diese Gifte Bienen und andere Insekten gefährden. Durch eine kürzlich erlassene Notfallzulassung dürfen diese Pflanzenschutzmittel jedoch wieder eingesetzt werden. Die Neonicotinoide schädigen das Navigationssystem der Bienen. Somit werden diese orientierungslos und finden nicht mehr in ihren Stock zurück. Der Notfall wird mit drohenden Ernteausfällen durch den Rübenvergilbungsvirus begründet. Die ÖDP kritisiert die Sondergenehmigung für den „Bienenkiller Thiamethoxam“ scharf und fordert einen Umbau der Landwirtschaft. „Ernteausfälle sind problematisch, aber die Lösung kann nicht sein, dass immer mehr Gift auf dem Acker landet“ so Kilian Welser, ÖDP-Bundestagsdirektkandidat. Er fordert ein Umdenken in der Landwirtschaft. Thiamethoxam bleibt über mehrere Jahre im Boden und schädigen das Öko-System über einen längeren Zeitraum. Landwirte sollten nun für Ernteausfälle entschädigt werden, bis resistente Rübensorten auf dem Markt sind. „Bienen und Insekten weiter zu gefährden ist nicht akzeptabel“ resümiert die ÖDP-Kreistagsabgeordnete Margit Kleemann und hofft wie Welser auf eine giftfreie Landwirtschaft, die eine Biodiversität auf und am Acker ermöglicht. Der biologische Landbau zeigt die Möglichkeiten auf, ohne Gifte auszukommen. Die Vermarktungspreise würden dazu aber steigen und der Verbraucher muss dies auch mittragen. Das erfolgreiche Volksbegehren „Artenschutz“, das von der ÖDP initiiert wurde, hat aber gezeigt, dass vielen Menschen die Bienen und andere Insekten sehr wichtig sind. Jetzt müssen Taten folgen!

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