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Neue Kreisstraße bei Laubenzedel genauso überflüssig wie Straßenbrücke

„Asphaltfixiert, kostenintensiv und flächenfressend – der Vorschlag ist indiskutabel“ – dieses Urteil fällt die Kreis-ÖDP über den Vorschlag der FW um Kreis- und Stadtrat Dr. Winter auf Neubau einer Kreisstraße WUG 22-neu“. Diese soll von Laubenzedel auf der östlichen Seite an der Bahnlinie entlang über den Altmühlüberleiter und unter dem Straßendamm der B466 hindurch bis zur Nürnberger Straße in Gunzenhausen verlaufen.

Diese ca. zwei Kilometer lange neue Kreistrasse – deren Kosten auf ca. 6,4 Millionen Euro geschätzt werden - soll nach Willen der FW den beschrankten Bahnübergang der WUG 22 bei Laubenzedel ersetzen.
Kreisvorstand und Kreistagsfraktion der ÖDP lehnen den Vorschlag in einem Pressetext nicht nur aufgrund der hohen Baukosten rigoros ab. „Selbst wenn man die bestehende etwa fünfhundert Meter lange WUG 22 von Laubenzedel bis Schlungenhof rückbauen würde wäre ein erheblicher zusätzlicher Flächenverbrauch die Folge des FW-Vorschlags“, so ÖDPFraktionsvorsitzender Reinhard Ebert (Heidenheim). Zudem sei für eine deutlich längere Straße und eine zusätzliche Brücke über den Altmühlüberleiter logischerweise auch ein dauerhaft deutlich teurerer Straßenunterhalt zu Lasten des Landkreises die Folge. Im Übrigen würde diese neue Straße den Verkehr in eine Richtung lenken, wo er gar nicht hin wolle. „Wer die jetzige WUG 22 von Laubenzedel nach Schlungenhof befährt der will doch nicht in die Nürnberger Straße oder ins Industriegebiet nach Gunzenhausen, sondern entweder nach Schlungenhof selbst oder in die Ansbacher Straße/Innenstadt oder nach Westen in Richtung Unterwurmbach“ so Margit Kleemann, ÖDP-Kreisrätin aus Ostheim. Insbesondere für den Radverkehr wäre der FW-Vorschlag ein Eigentor. „Über den Radweg an der WUG 22 von Laubenzedel und die Ansbacher Straße kommen Radler viel schneller und sicherer in die Gunzenhäuser Innenstadt als über die lange Nürnberger Straße, wo ein Radweg lediglich in Form von Markierungsstrichen besteht. Dort zu radeln sei aufgrund des schnell fließenden, intensiven Verkehrs nicht ungefährlich und auf keinen Fall angenehm.
Ein Entfall des beschrankten Bahnübergangs würde Laubenzedel, Büchelberg und das weitere „Hinterland“ vom Altmühlsee regelrecht abschneiden – das sei inakzeptabel und auch rechtlich unzulässig, moniert Simon Scherer, der Stellvertretende ÖDPKreisvorsitzende (Obenbrunn).
Die Ablehnung der seit langem zur Debatte stehenden neuen Straßenbrücke über die Bahnlinie bei Laubenzedel ist schon seit Jahren klare Position der ÖDP, erinnert das ÖDPKreisvorstandsmitglied und Kilian Welser. Der Gunzenhäuser kandidiert für den Bundestag.
Welser fasst zusammen: „Der beschrankte Bahnübergang ist zu erhalten und auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Zudem ist das Schließsignal vom Forsthaus so weit wie möglich an Laubenzedel heran zu verlegen, um die Schließzeiten gravierend zu verkürzen“. Was beim Bahnübergang in Wettelsheim möglich sei müsse auch in Laubenzedel möglich sein, so ÖDP-Kreisrat Walter Bengel (Indernbuch). „Lieber das Geld in die Sanierung der Kreisklinik gesteckt als sinnlose Straßen und Brücken gebaut“, so Bengel weiter.
Die ÖDP registriere erfreut, dass alle anderen Vorschläge bei der Bürgerschaft in Laubenzedel und auch in Schlungenhof keinerlei Akzeptanz fänden, so der Pressetext abschließend.
Ende Juni wird im Kreistag über einen entsprechenden Antrag der ÖDP-Kreistagsfraktion abgestimmt werden.

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